IC = "Intensively Cooled" = Intensiv wassergekühlte Blasfolienextrusion...

Folien für Vakuumbeutel sowie Tiefziehfolien und dazugehörigen Deckelfolien wurden bisher auf Gießfolien- oder konventionellen Blasfolienanlagen hergestellt.

Beide Systeme haben ihre Vorteile und Nachteile.

 

 

IC = Kombination der Vorteile beider Produktionsverfahren...

Basierend auf ihren Erfahrungen mit Anlagen zur Herstellung biaxial verstreckter Mehrschichtfolien hat PLAMEX mit der Entwicklung der IC-Anlage die Vorteile beider Produktionsverfahren – Gießfolienanlage sowie konventioneller Blasfolienanlage – kombiniert.

Nach dem Austritt aus der Düse wird die Schmelze mit Kühlwasser innerhalb kürzester Zeit intensiv abgekühlt, wodurch der Kristallisationsprozess eingefroren wird, und die Folie weitestgehend amorph bleibt. Die Bildung von Makrospheruliten und Agglomeraten von Mikrokristallen, beides Ursache für Opazität, wird unterbunden.

 

 

Die Folie bleibt hochtransparent und kann bestens auch zu tiefen Tainern mit rechteckigen Formen und geringem Dickenverlust an tiefen Ecken und Kanten tiefgezogen werden.

Dadurch, daß die unterschiedlichen Rohstoffe bei verschiedenen Temperaturen einfrieren, tritt bei asymmetrischen Verbunden (z. B. PA-PE) ein Schüsseln der Folie in Richtung des bei niedrigeren Temperaturen einfrierenden Rohstoffes auf (in Richtung PE = Innen). Durch die intensive Kühlung bei der IC Anlage kann dieser Prozeß auch ohne Nachkristallisation eliminiert und sogar umgekehrt werden (in Richtung PA = Aussen), was gewünscht sein kann, um den Beutel noch leichter öffnen zu können.

 

Da das IC-Verfahren im Prinzip eine durch Wasserkühlung modifizierte Blasfolienextrusion ist, fallen keine Randbeschnitte an, die beim Gießfolienverfahren die Rentabilität schmälern.

Der Ausstoß liegt weit über dem der konventionellen Blasfolienanlagen. Mit aufwendigen Kühlluftringen und IBC (Innenluftkühlung) erreicht man: z. B. bei 600 mm dfl, einem Aufblasverhältnis von 1:2 und ca. 3 kg/h x cm Düsenumfang ca. 250 kg/h.

Mit der IC-Anlage sind Durchsätze von 500 kg/h erreichbar.

 

Nach einem reversierenden Abzug mit Wendestangenvorrichtung werden die Schlauchfolien, oder aufgeschlitzt 2 Flachfolienbahnen, mit der neuen PLAMEX-Wicklergeneration Multiwin zu Rollen mit großen Durchmessern und exzellenter Geometrie aufgewickelt. Nach zum Patent angemeldeten Prinzip kann ohne Umbau ein Wickelmodus alternativ in  Rechts–Links-Wickelrichtung gewählt werden.

 

Vorteile des IC – Verfahrens auf einen Blick:

  • Exzellente Folientransparenz und Tiefziehfähigkeit mit Standardrohstoffen, z.B. Commodity PA statt teuren Copolyamiden.
  • Definierte, einstellbare Mikrokristallinität zur Erhöhung der Dichte, Zugfestigkeit, Druchstoßfestigkeit, Steifheit und der Barriere.
  • Ausbalanzierte Folie, eingestellt nach Bedarf und Wunsch isotropisch oder unisotropisch.
  • Eliminiertes bzw. definiertes (nach Aussen) Schüsseln (“Curl”).
  • Sehr hohe Durchsätze.
  • Definierte Weichheit oder Steifheit der Folie.
  • Geringer Platzbedarf insb. in der Höhe.
  • Relativ geringes Investment.
  • Einfache Bedienbarkeit.